Msgr. Otto Mauer Preis 2022 an MARUŠA SAGADIN

Der Otto Mauer Fonds vergibt den mit 11.000 Euro dotierten Preis heuer zum 42. Mal. Prämiert wird das gesamte bisherige Werk einer Künstlerin oder eines Künstlers unter 45 Jahren. Die diesjährige Preisträgerin ist die in Ljubljana geborene und in Wien lebende und arbeitende Künstlerin Maruša Sagadin.

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Presseinformation Msgr. Otto Mauer Preis 2022
Maruša Sagadin Biographie
Künstlerisches Werk Maruša Sagadin

Informationen zu Maruša Sagadin
www.sagadin.at

Der Preis wurde von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Dienstag, den 22. November 2022 um 19.30 Uhr in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais, Wollzeile 2, 1010 Wien an Maruša Sagadin übergeben.


Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien übergibt an Maruša Sagadin den Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst 2022
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

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Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, Preisträgerin Maruša Sagadin und Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Prantl
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

Ab Samstag, den 10. Dezember 2022 sind ausgewählte Arbeiten von Maruša Sagadin im JesuitenFoyer in der Bäckerstraße 18, 1010 Wien zu sehen.

Die Eröffnung findet am Freitag, den 09. Dezember 2022 um 18 Uhr statt. Zu den Arbeiten spricht Gustav Schörghofer SJ. Die Ausstellung ist vom 10. Dezember 2022 bis 04. Februar 2023 zu sehen. Öffnungszeiten jeweils am Donnerstag und Freitag in der Zeit von 16 bis 18 Uhr und am Samstag in der Zeit von 11 bis 13 Uhr, an Feiertagen geschlossen. Eintritt frei. Es gelten die zu diesem Zeitpunkt geltenden Covid-Regelungen.

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Maruša Sagadin, Herz-Bar, Secession Wien
Foto: Paul Knight, courtesy Secession, Wien und die Künstlerin
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Wet Feet, 2022
Ausstellungsansicht, Cukrarna, Ljubljana
Foto: Andrej Peunik / MGML, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

Begründung der Jury
Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises für bildende Kunst 2022, bestehend aus Dorit Margreiter (Künstlerin, Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2002), Stella Rollig (Generaldirektorin und Wissenschaftliche Geschäftsführerin, Belvedere), Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien), Maja Vukoje (Künstlerin) und Gustav Schörghofer SJ, entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst MARUŠA SAGADIN zuzuerkennen.

Maruša Sagadins künstlerische Praxis an der Schnittstelle von Architektur, Skulptur und Malerei überzeugte die Jury durch ihre unverkennbare Eigenart, durch ihre Farben und durch ihre Form. Die Farben sind kräftig, Blau, Gelb, Rosa, Orangebraun, Weiß. Die Formen erinnern an Werke der Popkunst aus den 1970er oder 80er Jahren, Claes Oldenburg kommt einem in den Sinn, oder Laubsägearbeiten mit deutlichen Bezügen zu den Umrissen von Körpern oder Buchstaben.
All das wirkt sehr anziehend, entgegenkommend, einladend. Einladend insofern, als Betrachterinnen oder Betrachter von diesen Skulpturen immer wieder eingeladen werden, sie zu benützen, auf ihnen zu sitzen, etwas, vielleicht ein Glas Bier, auf ihnen abzustellen oder auf eine andere Weise sich körperlich zu ihnen in Beziehung zu setzen.
Alle Arbeiten von Maruša Sagadin haben einen ganz eigenen Humor, der sich nicht zuletzt in der Beziehung zwischen den Skulpturen und deren Titeln wie „Schnelle Beine“ (2019) oder „Das Herz in der Hose“ (2018) artikuliert. Die Arbeiten begegnen einem nicht von oben herab, als „hohe Kunst“, sondern befinden sich auf einer Ebene mit denen, die ihnen begegnen. Sehr schön zeigt das ein großes Objekt im Skulpturengarten des Belvedere 21, „B – Girls, Go!“, eine riesige Kappe über einem niedrigen Podest. Sie bietet Raum für Auftritte und Inszenierungen und schafft zugleich einen geschützten Bereich. Performance ist hier Eigenschaft der Skulptur und zugleich das, was von der Skulptur von einer Betrachterin, einem Betrachter, eingefordert wird zu einer Vervollständigung des Werks.
Die Arbeiten von Maruša Sagadin sind also zum einen reizvolle und sehr überlegt gestaltete Gebilde, zum anderen sind sie eine Herausforderung an alle, die mit ihnen zu tun bekommen. Insofern sind sie ein äußerst wichtiges Element in einer Gesellschaft, der ein innerer Zusammenhalt zunehmend abhanden zu kommen scheint. Sie schaffen Orte der Zusammenkunft, Orte der Begegnung. Sie tun das spielerisch und zugleich subversiv-kritisch, charmant und eigentlich unwiderstehlich.

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Maruša Sagadin, Wet Feet, 2022
Foto: Andrej Peunik / MGML, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Every Town Needs Its Clown, 2022
Foto: Andrej Peunik / MGML, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Schlechte Laune ohne Kiosk und Küche, 2020
Foto: Cäcilia Brown, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Wolke in Hose (Polonca), 2020
Foto: Philipp Friedrich, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Schnelle Beine, 2020
Foto: David Stjernholm, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Schnelle Beine, 2020
Foto: Cäcilia Brown, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Mit Händen und Füssen Sprechen / Zehn Zähne, 2020
Foto: Philipp Friedrich, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Selbe Schuhe, andere Wohnung, 2020,
Foto: Cäcilia Brown, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Mit Händen und Füssen Sprechen
Foto: David Stjernholm, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Herz-Bar, Secession Wien, 2018
Foto: Paul Knight, courtesy Secession, Wien und die Künstlerin
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Herz-Bar, Secession Wien, 2018
Foto: Cäcilia Brown, courtesy Secession, Wien und die Künstlerin
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Treppe–Bühne–Tribüne. Der liegende Abdruck, 2019
Foto: Cäcilia Brown, im Auftrag von KÖR Niederösterreich, 2019
© Bildrecht, Wien, 2022
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Maruša Sagadin, B-Girls, Go!
Foto: Ulrich Dertschei, im Auftrag von KÖR Wien, 2018
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, B-Girls, Go!
Foto: Ulrich Dertschei, im Auftrag von KÖR Wien, 2018
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Herz in der Hose, 2018
Foto: Paul Knight, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, A Happy Hippie (Happy stories are all happy in the same way and unhappy each in their own way), 2018
Foto: Paul Knight, courtesy Christine König Galerie, Wien
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, DORIS (mit Juliana Lindenhofer), 2018
Foto: Cäcilia Brown, courtesy SPACE, London, Christine König Galerie, Wien und die Künstlerin
© Bildrecht, Wien, 2022

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Maruša Sagadin, Doris Ionic Iconic (mit MC Angel), 2016
Foto: Cäcilia Brown, courtesy SPACE, London, Christine König Galerie, Wien und die Künstlerin
© Bildrecht, Wien, 2022

Msgr. Otto Mauer Preis
Seit 1981 verleiht der Otto Mauer Fonds der Erzdiözese Wien den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst. Der Fonds wurde von Kardinal Dr. Franz König und dem Erben Msgr. Otto Mauers, Prälat Dr. Karl Strobl, gegründet. Aufgabe der Einrichtung ist es, das besondere Anliegen von Monsignore Otto Mauer, den Dialog zwischen Kirche, Kunst und Wissenschaft lebendig zu halten und weiterzuführen.

In den vergangenen 42 Jahren waren insgesamt rund 100 prominente VertreterInnen aus dem zeitgenössischen Kunstbereich – KünstlerInnen, KuratorInnen, MuseumsdirektorInnen und JournalistInnen – in der alljährlich wechselnden Jury vertreten.

Bisherige PreisträgerInnen
Folgende KünstlerInnen haben den Msgr. Otto Mauer Preis für bildende Kunst erhalten:
Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013) Nilbar Güreş (2014), Catrin Bolt (2015), Andreas Fogarasi (2016), Toni Schmale (2017) Anna Witt (2018), Alfredo Barsuglia (2019) Barbara Kapusta (2020) und Katrin Hornek (2021).

Organisation
Otto Mauer Fonds
Natalie Sandner MA, Geschäftsführerin
Währinger Straße 2–4, 1090 Wien
T 0043 1 51 552 DW 5103
E office@otto-mauer-fonds.at

Presse
Christina Werner
T 0043 1 524 96 46 DW 22
E werner@kunstpresse.at

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Archiv

*Preisträgerin 2021 KATRIN HORNEK* *Preisträgerin 2020 BARBARA KAPUSTA* *Preisträger 2019 ALFREDO BARSUGLIA* *Preisträgerin 2018 ANNA WITT* *Preisträgerin 2017 TONI SCHMALE* *Preisträger 2016 ANDREAS FOGARASI* *Preisträgerin 2015 CATRIN BOLT* *Preisträgerin 2014 NILBAR GÜRES* *Preisträgerin 2013 LUISA KASALICKY* *Preisträger 2012 RALO MAYER*