Msgr. Otto Mauer Preis 2021

In Weiterführung der Anliegen Msgr. Otto Mauers (1907-1973), der durch sein Engagement für zeitgenössische Kunst und junge KünstlerInnen internationale Anerkennung gefunden hat, verleiht der Otto Mauer Fonds Ende des Jahres zum einundvierzigsten Mal den Msgr. Otto Mauer-Preis für bildende Kunst (Malerei, Grafik, Skulptur, Objekte, Installationen, Neue Medien).
Der Preis ist mit € 11.000,- dotiert und mit einer Ausstellung der Preisträgerin/des Preisträgers im JesuitenFoyer (1010 Wien) sowie umfangreicher Pressearbeit verbunden.

05_OMPreisverleihung_2021.jpg
v.l.n.r. Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien
P. Gustav Schörghofer SJ, Juryvorsitzender
Katrin Hornek, Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2021
Georg Prantl, Otto Mauer Fonds Vorsitzender
© kathbild.at / Franz Josef Rupprecht

Msgr. Otto Mauer Preis 2021 an KATRIN HORNEK
Die diesjährige Preisträgerin ist die in Niederösterreich geborene und in Wien lebende und arbeitende Künstlerin KATRIN HORNEK.

02_Katrin_Hornek_OMP_2021.jpg
Katrin Hornek
Casting Haze, 2018 – 2030
Video: Atmosphere – The Decarbonization Trophy, 12 min
Videostill
© Bildrecht, Wien 2021

Preisverleihung
Der Preis wurde von Nikolaus Krasa, Generalvikar der Erzdiözese Wien, am Donnerstag, den 2. Dezember 2021 in den Festräumen des Erzbischöflichen Palais an Katrin Hornek übergeben.

Ausstellung im Frühjahr 2022
Im Frühjahr 2022 wird die Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2021 Katrin Hornek im JesuitenFoyer, Bäckerstraße 18, 1010 Wien, ausgewählte Arbeiten präsentieren.

Begründung der Jury
Die Jury des Msgr. Otto Mauer Preises 2021, bestehend aus Barbara Horvath (Künstlerische Leitung, Kunstverein Eisenstadt und Kuratorin, Art Hoc Projects), Isa Rosenberger (Künstlerin, Msgr. Otto Mauer Preisträgerin 2008), Gustav Schörghofer SJ und Johanna Schwanberg (Direktorin, Dom Museum Wien) entschied, den diesjährigen Msgr. Otto Mauer Preis KATRIN HORNEK zuzuerkennen.

Katrin Horneks künstlerische Praxis überzeugte die Jury, da sie in einer unverkennbaren Formensprache auf vielgestaltige Weise das „Anthropozän“ hinterfragt – jenes Zeitalter, das entscheidend von den Eingriffen des Menschen und dessen kapitalistisch getriebenen Aktivitäten geprägt ist, was tiefgreifende Veränderungen der Ökosysteme zur Folge hat. Die Künstlerin erforscht in unterschiedlichen Medien stoffliche, organische und menschliche Begegnungen. Eine zentrale Rolle spielen Reflexionen über Wechselwirkungen zwischen Mensch, Kultur und Natur sowie Transformationen, die dazu anregen, die Beziehung dieser Einheiten neu zu denken.

Von Körpersteinen über die Darstellung von speicherbaren CO2-Zyklen und die Umwandlung toter Organismen zu Öl und Plastik bis hin zur Verwendung geologischer Schichten der Erde als musikalische Partituren − die Künstlerin begreift die „natürliche Mitwelt“ als Körper und anderswo den „homo sapiens“ als Naturgewalt.

Ihr künstlerisches Œuvre setzt sich aus Fotografien, raumgreifenden Settings, Skulpturen, Video- und Soundinstallationen zusammen. Besonders spannend erschien der Jury, dass Katrin Hornek Projekte gemeinsam mit Wissenschaftler*innen entwickelt und geopolitische, wirtschaftliche und philosophische Inhalte künstlerisch umsetzt. Aufbauend auf forschungsbasierten Analysen und künstlerischer Spekulation nimmt sie mit ihrem Werk Bezug sowohl auf das Vergangene als auch auf das in der Zukunft Mögliche. Spielerisch und präzise werden Prozesse und Imaginationen erfahrbar; gleichzeitig sind ihre interdisziplinär angelegten Werke in sich selbst prozesshaft. Als Künstlerin und Kuratorin schafft Katrin Hornek Räume, in denen Rezipienten die Welt des Materiellen wie auch des Digitalen mit allen Sinnen erforschen und sich mit ihr verflechten können.

Der künstlerische Anspruch ihrer Arbeit lebt von der kritischen Reflexion relevanter zeitgenössischer Themen und ermutigt zu fürsorglicher Aufmerksamkeit gegenüber der Erde und ihren Ressourcen.

Abholung der Unterlagen
Die eingereichten Unterlagen können am Dienstag, 9. November 2021 von 15 – 18 Uhr oder
Mittwoch, 10. November 2021 von 10 – 14 Uhr in den Räumlichkeiten des Otto Mauer Zentrums, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien abgeholt werden. Eine Abholung durch Dritte ist möglich.

Auf ausdrücklichen Wunsch können Unterlagen auf Kosten der/des Einreichenden per Post (Nachnahme) retourniert werden. Bitte schreiben Sie dazu eine e-mail an office@otto-mauer-fonds.at
Nicht abgeholte oder vereinbarungsgemäß rückgesendete Unterlagen müssen nach dem 31. Dezember 2021 entsorgt werden.

Ausschreibung als Download
Ausschreibung Msgr. Otto Mauer Preis 2021

Einreichung
In der Zeit von 11.–13. Oktober 2021 besteht die Möglichkeit, Bewerbungen für den Preis, der eine Anerkennung für das bisher geschaffene Werk des prämierten Künstlers/der prämierten Künstlerin sein soll, einzureichen. Bewerben können sich österreichische StaatsbürgerInnen und italienische StaatsbürgerInnen deutscher Sprache, geboren in der Provinz Bozen, sowie Personen, deren ordentlicher Wohnsitz sich seit mindestens fünf Jahren in Österreich befindet. Die BewerberInnen dürfen am 31. Dezember 2021 das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben (d.h. Geburtsjahrgang 1982 und jünger); bewerben sich mehrere KünstlerInnen gemeinsam als Gruppe, so darf kein Mitglied dieser Gruppe dieses Alterslimit überschreiten. Jede Bewerbung erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.
Einzureichen ist eine Dokumentation, die eine Beurteilung des bisherigen künstlerischen Schaffens ermöglicht (Kataloge, Fotos, Texte, Videos; keine Originale) sowie ein Lebenslauf der Künstlerin/des Künstlers. Diese Unterlagen sind mit Name, Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum und der Aufschrift „Msgr. Otto Mauer-Preis 2021“ zu versehen und vom 11.–13. Oktober 2021 in der Zeit von 10-13 und 16-17.30 Uhr abzugeben oder per Post einzusenden, wobei diese Sendungen spätestens am Mittwoch, den 13. Oktober 2021 eingelangt sein müssen.
Der Otto Mauer Fonds übernimmt keine wie immer geartete Haftung für die eingereichten Unterlagen. Die eingereichten Unterlagen bilden die Grundlage für die Beurteilung durch die Jury. Erscheint kein Werk als preiswürdig, so wird kein Preis verliehen.

Bisher wurde der Msgr. Otto Mauer-Preis verliehen an:
Alfred Klinkan (1981), Gottfried Mairwöger (1982), Erwin Bohatsch (1983), Erwin Wurm (1984), Gunter Damisch (1985), Franz West (1986), Gustav Troger (1987), Peter Kogler (1988), Brigitte Kowanz (1989), Christoph Luger (1990), Martin Walde (1991), Lois Renner (1992), Heimo Zobernig (1993), Tobias Pils (1994), Maria Hahnenkamp (1995), Otto Zitko (1996), Aglaia Konrad (1997), Gregor Zivic (1998), Manfred Erjautz (1999), Florian Pumhösl (2000), Michael Kienzer (2001), Dorit Margreiter (2002), Simon Wachsmuth (2003), Esther Stocker (2004), Jun Yang (2005), Bernhard Fruehwirth (2006), Ursula Mayer (2007), Isa Rosenberger (2008), Siggi Hofer (2009), Katrina Daschner (2010), Kamen Stoyanov (2011), Ralo Mayer (2012), Luisa Kasalicky (2013), Nilbar Güres (2014), Catrin Bolt (2015), Andreas Fogarasi (2016), Toni Schmale (2017), Anna Witt (2018), Alfredo Barsuglia (2019) und Barbara Kapusta (2020).

Im Interesse der Fortführung der Sammlung Otto Mauer im Dom Museum Wien beabsichtigt der Otto Mauer Fonds eine repräsentative Arbeit der Preisträgerin/des Preisträgers zu erwerben.

Die eingereichten Unterlagen können im November 2021 (Termin wird im Ende September bekannt gegeben) in den Räumlichkeiten des Otto Mauer Zentrums, Währinger Straße 2-4, 1090 Wien abgeholt werden.
Eine Abholung durch Dritte ist möglich. Bitte die Übernahmebestätigung bei der Abholung mitbringen.

Auf ausdrücklichen Wunsch können Unterlagen auf Kosten der/des Einreichenden per Post (Nachnahme) an die bei der Einreichung angegebene Adresse retourniert werden.
Nicht abgeholte oder vereinbarungsgemäß rückgesendete Unterlagen müssen nach dem 31. Dezember 2021 vernichtet werden.

Organisation
Otto Mauer Fonds
MMag. Lisa Simmel MA, Geschäftsführerin
Währinger Straße 2–4, 1090 Wien
T 0043 1 51 552 DW 5103
E office@otto-mauer-fonds.at

Presse
Christina Werner
T 0043 1 524 96 46 DW 22
E werner@kunstpresse.at

Archiv

*Preisträgerin 2020 BARBARA KAPUSTA* *Preisträger 2019 ALFREDO BARSUGLIA* *Preisträgerin 2018 ANNA WITT* *Preisträgerin 2017 TONI SCHMALE* *Preisträger 2016 ANDREAS FOGARASI* *Preisträgerin 2015 CATRIN BOLT* *Preisträgerin 2014 NILBAR GÜRES* *Preisträgerin 2013 LUISA KASALICKY* *Preisträger 2012 RALO MAYER*